Entwicklung eines neuen interkantonalen Französischlehrmittels für die 5.-9. Klasse
Französisch ist nach Englisch die zweite Fremdsprache, die im schulischen Kontext gelernt wird in der Primarschule. Bereits bekannte Vorgehensweisen und Lernstrategien aus anderen Sprachen werden im neuen Lehrmittel aufgenommen, angewendet und erweitert.
Das neue Lehrmittel orientiert sich analog zum Lehrplan 21 und den Grundkompetenzen nach HarmoS primär an Mindestansprüchen. Es deckt darauf basierend mit komplexeren Aufgaben aber auch höhere Ansprüche ab. Neu an diesem Ansatz ist, dass konsequent vom Grundniveau ausgegangen wird. Das Lehrmittel deckt die Schuljahre 5 bis 9 ab. Das letzte obligatorische Schuljahr wird in den Deutschschweizer Kantonen neu konzipiert und wird auch im Bereich Fremdsprachen stärker projektartig als kursorisch ausgerichtet sein. Aus diesem Grund wird das Unterrichtsmaterial für das 9. Schuljahr dem projektorientierten Unterricht entsprechend konzipiert.
Envol hat sich als Lehrmittel mit kommunikativem Ansatz etabliert. Im Zuge der Weiterentwicklung des Ansatzes in Richtung Handlungs- und Aufgabenorientierung können bewährte Elemente aus Envol explizit übernommen und genutzt werden, etwa die «clés magiques» (Textverstehensstrategien), musische Elemente und kulturelle Bezüge zur frankophonen Welt.
Als Folge der Etablierung des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) fokussiert der Fremdsprachenunterricht vermehrt auf die sprachliche Produktion der Lernenden (Outputorientierung). Dadurch soll sichtbar gemacht werden, wie sich die fremdsprachlichen Kompetenzen im Verlauf des Lernprozesses entwickeln.